rMM "Mongoose" aus Teilesatz

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Marcus_S
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Re: rMM "Mongoose" aus Teilesatz

Beitragvon Marcus_S » 04.02.2017, 11:07

Hallo Uwe,

Die Schnur passt zu euch im Norden, da ihr mehr Wind habt als hier unten im Süden.
Meine Boote haben eine 0,13 ner Schnur mit 9,7 Kg Zugkraft passend zum Wind bis 4 bft.
Diese ist dann aus 7 Fäden geflochten.
Und für das Leichtwindboot ist die Schnur dann 0,08 stark mit einer Zugkraft von 6,7 Kg.

Lg Marcus
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Uwe
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Re: rMM "Mongoose" aus Teilesatz

Beitragvon Uwe » 04.02.2017, 18:30

Hallo Marcus,

die Bruchlast ist mit Sicherheit mehr als übertrieben aber ich habe auch bei der RG eine 0,25er Schnur im Einsatz und das Handling damit sagt mir sehr zu. Naja, hier wollte ich für die "Mongoose" unbedingt eine rote Leine und ich hatte noch dieses Muster. Dann habe ich 50 Meter davon bestellt, bezahlt und ganze 60 Meter bekommen: frisst ja kein Brot.

LG Uwe

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bora
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Re: rMM "Mongoose" aus Teilesatz

Beitragvon bora » 04.02.2017, 18:36

Auch hier würde ich gerne etwas ergänzen.

Die original Graupner Schnur hat sich auf dem Weg nach China ein paar Mal geändert. Ihre Zugfestigkeit war noch nie ein Thema. Ganz anders sieht das mit der Scheuerfestigkeit aus. Eine kleine Kante irgendwo und nach kurzem Betrieb ist die Schnur durch.

Deshalb wird seit langem geflochtene Angelschnur, meistens aus Dyneemafaser eingesetzt. Die ist erheblich abriebfester und trotzdem glatt, flexibel und nicht zu dick. Bei Micro Magic üblich sind 20 bis 25 kg Schnüre. Alternative Angaben sind manchmal auch 20-25 dN (DekaNewton) oder ca. 40 bis 50 lbs. Das entspricht der von Uwe dargestellten Schnur; etwas am oberen Ende, aber eigentlich genau richtig.

Es gibt so viele verschiedene Versionen, dass man sich das am besten in einem Angelladen persönlich ansieht. Wichtig für die Schoten ist am Ende, dass sie leicht und sauber durch die Öffnungen und Umlenkungen laufen. Dazu ist es nicht unbedingt hilfreich, die Schnüre dünner und dünner zu machen. Im Gegenteil, zu dünne Schnur legt sich leichter um den Servoarm, macht die Öffnung am Vordeck unnötig groß und springt schlimmstenfalls sogar von den Rollen der Umlenkblöcke und verklemmt sich. Die etwas groberen Klemmschieber (bowsies) von DF oder Sailsetc rutschen auch gerne mal, wenn die Schnur zu dünn ist.

Aus den genannten Gründen würde ich keine Schnüre einsetzen, die mit deutlich unter 15kg angegeben sind. Das ist zumindest meine Erfahrung.

Grüße
Ralf
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Uwe
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Re: rMM "Mongoose" aus Teilesatz

Beitragvon Uwe » 04.02.2017, 21:38

Ja, zu dünne Schnüre sind kontraproduktiv: sie rutschen über Rollen und Klemmschieber und das macht wenig Sinn. Der Durchmesser 0,20 bis 0,25 hat sich bei MM und RG bestens bewährt und die Bruchlast dazu passt allemal.

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Re: rMM "Mongoose" aus Teilesatz

Beitragvon Uwe » 05.02.2017, 18:32

Trotz der angedrohten neuen Dauerfrostperiode fange ich mal ganz langsam mit dem Rigg an. Der Mast ist ein dünnwandiges gezogenes Rohr 6x5 mm von Graupner. Damit die Kugellager saugend drüber passen musste ich im unterem Bereich etwas mit 400er Schleifpapier nachhelfen aber jetzt ist es gut. Die Hülsen aus dem Skyshark P2X Rohr passen dagegen super: unten für den Abstand zum Deck und oberhalb vom radialem Baumbeschlag für dessen Fixierung. Weiter oben kommt noch so eine Hülse für die Fockaufhängung dran, damit das gezogene Mastrohr nicht aufsplittert wenn ich da ein 1 mm Loch reinbohre.

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LG Uwe

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Re: rMM "Mongoose" aus Teilesatz

Beitragvon A-55 » 05.02.2017, 19:49

Sehr Nobel Deine Ausführungen, könnten mir gefallen.

Schönen Abend Udo
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Re: rMM "Mongoose" aus Teilesatz

Beitragvon Uwe » 06.02.2017, 18:14

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage an euch. Ich möchte den Aufhängepunkt für die Fock bestimmen und bin mir nicht so sicher wie ich das Vorsegel dazu anlegen soll. Die Unterlieks von Fock und Groß sind auf einer Höhe und die relativ starke Rundung vom Vorliek der Fock verteil sich gleichmäßig über die Länge am Mast. Der Aufhängepunkt wird ganz einfach ein Drahtauge.

Ich hatte noch keinen Segelsatz mit dieser Rundung im Achterliek der Fock, daher meine Unsicherheit. Wenn ich mit die Zeichnung von TDs "nerdis toy" so ansehe, könnte ich eventuell richtig liegen.

Fockauhängung.jpg
Fockauhängung.jpg (430.46 KiB) 307 mal betrachtet


Danke und Gruß

Uwe
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Re: rMM "Mongoose" aus Teilesatz

Beitragvon bora » 06.02.2017, 19:54

Hallo Uwe,

da gibt es einige Einflussfaktoren, deshalb ist eine pauschale Antwort nicht ganz einfach.
Wenn dein Fockbaum nicht zu lang und die Anbindung nahe am Deck ist, ist das Loch für den Haken etwa 70 bis 80mm unter der Oberkante Großsegel wahrscheinlich nicht ganz verkehrt.

Ich würde allerdings anders vorgehen. Erst Mast mit Groß stellen incl. Neigung und ggf. Biegung (für leichten Wind volle Neigung, wenig bis keine Biegung), Fock fertig machen incl. Vorstag und Fall, an Deck einhängen, Fockbaum so verschieben, dass er etwa 5mm Abstand zum Mast hat. Wenn man dann das Vorstag mit etwas angezogener Dirk nach oben spannt, kann man leicht die richtige Position für den Haken finden.

Das wäre der Weg zu einer üblichen Einstellung, Fock möglichst nahe am Mast. Natürlich kann man auch sein Glück mit mehr Fockspalt oder mehr angewinkelter Fock versuchen.

Mit dieser Methode kommt die Dirk sehr nahe an den Mast. Die Drahtringe aus dem Bausatz sind dann eher nicht die erste Wahl.

Grüße
Ralf
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Re: rMM "Mongoose" aus Teilesatz

Beitragvon Uwe » 06.02.2017, 20:17

Hallo Ralf,

danke für deine konstruktiven Tipps. Diese 80 mm Abstand zwischen Auge und Oberkante Groß kommen bei meiner Teststellung auf dem Schreibtisch schon mal ganz gut hin. Das Unterliek der Fock beträgt 200 mm also ist das Maß vom Fockbaum in einem normalen Rahmen.

Gruß Uwe

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Re: rMM "Mongoose" aus Teilesatz

Beitragvon Uwe » 07.02.2017, 20:08

Moin zusammen,

ich habe den Achterstagausleger für die RG-65 etwas minimiert und an die MM angepasst. Dann auch leicht nach unten gestellt weil es so grad modern ist :) Die Hülse am Top ist ein gewickeltes Rohrstück und eingekerbt, ich denke diese wertet das Konstrukt optisch etwas auf:

Ausleger.jpg
Ausleger.jpg (331.59 KiB) 251 mal betrachtet


Gruß Uwe


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